Im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung von BB MEDTECH hat der Verwaltungsrat die Eckpfeiler der Anlagestrategie neu definiert. Detaillierte, fundamentale Unternehmensanalysen und ein enger, regelmässiger Kontakt zum Management unserer Portfoliogesellschaften bilden unverändert den Kern unserer Aktivitäten. Die für den Medizintechnikmarkt relevante Expertise von Verwaltungsrat und Management-Team und unser breit abgestütztes Industrienetzwerk sind ebenfalls zentrale Bestandteile des Anlageprozesses. Unser Ziel ist ein Portfolio von 10 bis 15 Beteiligungen an mittelgrossen, gut geführten Firmen aus überdurchschnittlich interessanten Segmenten der Medizintechnik, beispielsweise in der Molekulardiagnostik. Der regionale Schwerpunkt liegt auf Europa und Nordamerika, kann jedoch durch einzelne Beteiligungen in Asien ergänzt werden.
Zudem haben wir die Absicht, uns als aktiver Investor zusätzlich an ein bis drei ausgewählten Unternehmen zu beteiligen, um zusammen mit dem Management der jeweiligen Gesellschaft den Unternehmenswert langfristig deutlich zu steigern. Insgesamt sollte dieser Teil weniger als die Hälfte des Eigenkapitals von BB MEDTECH ausmachen.
Das Portfolio haben wir im abgelaufenen Jahr, unseren Anlagerichtlinien gemäss, stärker diversifiziert. Die grösste Veränderung ist der Abbau unserer langjährigen Beteiligungen Nobel Biocare und Sonova. Eine detaillierte Analyse des globalen Marktes für Dentalimplantate und Hörgeräte stimmte uns für den kurz- und mittelfristigen Ausblick vorsichtig und bewog uns dazu, die Gewichtung in diesen beiden Sektoren für den Moment auf Null zu reduzieren.
Die frei gewordenen Mittel wurden zum Teil in neue Beteiligungen umgeschichtet. Dazu gehören die in der Intensivmedizin tätige Masimo (7% des Eigenkapitals), die chinesische Spitalausrüsterin Mindray (5%) sowie die US-amerikanische Gesellschaft Illumina (5%). Letztere ergänzt mit ihren innovativen Genanalyse-Technologien unseren Anlageschwerpunkt in der Molekulardiagnostik. Mit Celera (5%) und Epigenomics (1%) sind seit Anfang 2008 zwei weitere Beteiligungen mit grossem Wachstumspotenzial im Portfolio enthalten, die den Cluster der Molekulardiagnostik mit unserer Kernposition Qiagen komplettieren.
Im vierten Quartal haben wir zudem neue Positionen in der Augenheilkundespezialistin Carl Zeiss Meditec (2%) und der Point-of-Care-Diagnostikgesellschaft Axis-Shield (1%) aufgebaut. Neu hinzugekommen ist ebenfalls eine kleine Beteiligung an Optos (1%). Qiagen (20% des Eigenkapitals) überzeugte in 2008 mit einer besseren Kursentwicklung als der Sektor, was uns dazu bewog, einen Teil der Gewinne zu realisieren. Die Kernbeteiligung Fresenius (16%) wurde leicht aufgebaut, während Tecan (11%) und Galenica (4%) reduziert wurden. Millipore wurde verkauft. Die Beteiligung an der privaten Vascular Innovation haben wir aufgrund ihrer Liquiditätslage und des schwierigen Finanzierungsumfelds für Start-up-Unternehmen abgeschrieben.
Per 31. Dezember betrug der Investitionsgrad von BB MEDTECH 76%. Der hohe Anteil an liquiden Mitteln reflektiert einerseits die Neuausrichtung des Portfolios, andererseits das aktuell unsichere Gesamtmarktumfeld. Es hat sich gezeigt, dass nicht alle Subsektoren des globalen Medtech-Marktes immun gegenüber makroökonomischen Zyklen sind. Wir sind allerdings zuversichtlich, dass die gegenwärtige Aktienmarktschwäche auch die Chance bietet, von den historisch tiefen Bewertungen zu profitieren und das Portfolio in den nächsten Monaten mit Beteiligungen an attraktiven, fundamental gut aufgestellten Medizintechnikgesellschaften gezielt auszubauen.
Wir sind unverändert davon überzeugt, dass der von Demografie und Innovation getriebene Medizintechnikmarkt dem Anleger eine langfristig überdurchschnittliche Rendite ermöglicht. Seit Anfang 2000 bis Ende 2008 ist uns eine Steigerung des BB MEDTECH- Aktienkurses von +104% (inkl. Dividendenausschüttungen) gelungen und wir sind optimistisch, für unsere Aktionäre im Jahr 2009 eine Fortsetzung dieses Trends zu erzielen.




